Lebendfalle
Tierlieb, umweltfreundlich und wirksam: das ist die sogenannte Lebendfalle, eine lebensbejahende Variante zur klassischen Mausefalle. Im Lauf der Zeit hat der Mensch erkannt, dass er nicht immer gottgleich über das Leben und Sterben niedriger entwickelter Lebewesen richten kann. Um sich trotzdem nicht von hungrigen und nagenden Mäusen ärgern lassen zu müssen, werden zunehmend Lebendfallen in unterschiedlichsten Ausführungen eingesetzt.
Wie schon bei der Tötungsfalle, spielt der Köder bei der Lebendfalle eine entscheidende Rolle. Käsestückchen, Nüsse oder Rosinen werden im Käfigmodell drapiert. Das Prinzip ist überall gleich: die Maus kommt ohne Anstrengung zum gewünschten Leckerchen herein, aber nicht wieder aus dem Käfig heraus. Manchmal lässt sich die Gittertür nur von außen nach innen öffnen, in anderen Fällen gibt es unter dem Köder einen elektronischen oder mechanischen Auslöser. Dieser lässt bei Körperkontakt mit dem Mäuschen die Käfigtür einfach zufallen. Für größere Mäuseplagen gibt es sogenannte Reusenfallen, die über ein Zugangsloch leicht zu erreichen sind. Ins Käfiginnere ragen aber kleine, gefährlich wirkende Drähte herein, welche die Nager von der Flucht durch das Loch abhalten.
Für welche Variante der Lebendfalle man sich auch entscheidet, sie ermöglichen alle einen unkomplizierten Mausfang und garantieren dem Tier eine Zukunft. Sicherlich unterscheidet sich der Preis um wenige Euro von dem der Tötungsfalle. Aber sollte der Gedanke dahinter, nämlich ein lebendig flitzendes und fröhliches Mäuschen, zum Griff in die Geldbörse motivieren. Fünf Euro für das Leben eines so niedlichen Tieres sollten es uns allemal wert sein.